Brandschutt
Gefahren und Zusammensetzung von Brandschutt
Brandschutt ist eine der komplexesten Abfallkategorien: Verbrannte Kunststoffe setzen Dioxine, Furane und andere Schadstoffe frei. Alte Gebäude enthalten Asbest, das durch den Brand freigesetzt worden sein kann. Schwermetalle aus Kabeln und Leitungen kontaminieren den Ruß. Eine schadstoffanalytische Untersuchung vor der Entsorgung ist daher oft notwendig.
Entsorgung und Versicherung
Brandschutt darf nur durch zertifizierte Fachbetriebe entsorgt werden, die über die entsprechenden Entsorgungsnachweise verfügen. Die Kosten sind deutlich höher als bei normaler Entrümpelung. Wichtig: Vor der Räumung sollte die Versicherung eingebunden werden, da eine vollständige Dokumentation des Schadens Voraussetzung für die Erstattung ist. Wer voreilig räumt, riskiert seinen Anspruch.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Darf ich Brandschutt selbst beseitigen?
Nein. Brandschutt gilt als Sonderabfall und darf nur durch zugelassene Fachbetriebe entsorgt werden. Eigenmächtiges Beseitigen ist bußgeldbewehrt.
Was kostet die Brandschutt-Entsorgung?
Je nach Schadstoffgehalt zwischen 200 und über 500 € pro Tonne. Bei großen Brandflächen kann die Gesamtrechnung schnell in den fünfstelligen Bereich steigen.
Wann kann ich nach einem Brand mit der Räumung beginnen?
Erst nach Freigabe durch die Feuerwehr, Genehmigung der Versicherung und ggf. einem Schadstoffgutachten. Eine vorschnelle Räumung gefährdet Gesundheit und Versicherungsansprüche.
